... der Entwicklung des Eintrittspreise zu Bundesligaspielen?
(Eine Frage von der "Supporters Crew Freiburg e.V.")
Die Frage im Wortlaut:
"In den meisten Stadien sind die Stehplätze nahezu verschwunden und durch Sitze ersetzt. Dies führte bereits zu einer deutlichen Steigerung der Eintrittspreise. Mittel- bis langfristig könnten weitere Preissteigerungen wie z.B. in der englischen Premier League (billigste Karten ca,. 30 GBP) die Folge sein. Der Altersschnitt der Zuschauer in den englischen Stadien (ca. 45 Jahre) liegt daher deutlich höher als in Deutschland, da weder Jugendlichen noch Familien Stadionbesuche finanziell möglich sind.
- Welche Auswirkung hätte eine parallele Entwicklung in Deutschland auf den Breitensport Fußball?
- Welchen Kartenpreis halten sie daher durchschnittlich als angemessen?
- Sollten die Stehplätze in den Stadien unter diesen sozialen Aspekten – auch in Erinnerung, dass selbst die großen Clubs als steuerlich gemeinnützige Vereine gelten – erhalten bleiben?
"
meine Antwort:
Ohne Frage ist es wichtig, dass ein Besuch im Fußballstadion kein Luxusgut werden darf, den sich nur noch gut verdienende Menschen leisten können. Natürlich muss angesichts gewaltiger Ausgaben ein Fußballverein auf angemessene Einnahmen achten, um sich behaupten zu können. Hier denke ich, dass es entscheidend ist, eine breit gefächerte Staffelung an Eintrittspreisen anzubieten. Diese sollte Vergünstigungen für Menschen mit geringem Einkommen umfassen und je nach „Komfort“ (Sitzplatz, Sicht, Parkplatz, VIP-Lounge) nach oben ansteigen, um allen Interessen gerecht zu werden.
Und wer wie ich viele Jahre lang einen Stehplatz genossen hat, weiß, wie grandios die Stimmung auf der Nordtribüne ist. Daher würde ich jedem Verein empfehlen, ausreichend Raum für Stehplätze zu lassen.
Einen angemessenen Durchschnittspreis anzugeben, ist eine schwierige Aufgabe, die ich schlecht lösen kann. Dieser hängt von Spielklasse, Standort, der jeweiligen Spielart und den jeweils aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen ab. Aber wie bereits gesagt, muss es prinzipiell allen möglich sein, zumindest gelegentlich ein Spiel zu besuchen.
