... Polizeieinsätzen bei Fußballspielen?

(Eine Frage von der "Supporters Crew Freiburg e.V.")

Die Frage im Wortlaut:

"Immer häufiger berichten Fußballfans von überzogenen und willkürlichen Polizeiaktionen, insbesondere bei Auswärtsspielen. Beschwerden gegen Polizeibeamte sind meist nicht möglich, da die Herausgabe von Namen, Dienststelle und Dienstnummer zum Beamtenschutz verweigert werden.

  • Könnte eine deutliche anonyme Kennzeichnung (z.B. Nummern-Code auf der Uniform) der Polizeibeamten sowohl der Notwendigkeiten des Beamtenschutzes gerecht werden, als auch Beschwerden für den betroffenen Bürger möglich machen?

"

meine Antwort:

Im Zweifelsfall kann eine solche Kennzeichnung bei entsprechenden Vorfällen und Beschwerden zu einer schnelleren Identifizierung der entsprechenden Polizisten der geschlossenen Einheiten führen und einem Generalverdacht und einem Vertrauensverlust gegenüber der Polizei entgegenwirken. Daher stehe ich einem solchen Vorschlag grundsätzlich positiv gegenüber. Allerdings muss eine verpflichtende Kennzeichnung für Polizisten anonymisiert und darf nicht, wie z.B. von der Linken gefordert, namentlich erfolgen. Denn diese Regelung würde natürlich dann nicht nur bei Sportereignissen, sondern auch bei Demonstrationen mit Gewaltpotential zum Zuge kommen. Die Erfahrung hat dort leider gezeigt, dass einzelne Beamte nachträglich gezielt privat diffamiert und bedroht werden. Außerdem kann natürlich eine Kennzeichnung nur für uniformierte Polizisten gelten und nicht für Zivilbeamte, bei denen es einsatztaktisch oft notwendig ist, dass sie eben nicht erkennbar sind.