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Gedanken zu einer lebendigen Innenstadt

Vor einigen Jahren erwuchs den Innenstädten mit den Einkaufszentren auf der so genannten „grünen Wiese“ eine ernsthafte Konkurrenz, da diese oft besser erreichbar waren und auf wenig Raum ein breites Angebot liefern konnten. Doch diese Art der Konkurrenz ist nur ein Klacks im Vergleich zu dem heutigen Internethandel. Die Menschen können inzwischen bequem vom Wohnzimmer aus 24 Stunden an sieben Tagen nahezu alle Waren online einkaufen und das häufig auch noch günstiger als vor Ort.

Demnach verwundert es nicht, dass auch in Freiburg Händler und Gastronomen in der Innenstadt mit Sorge auf ihre Umsatzentwicklung blicken. Sie wissen, dass sie auf dem hart umkämpften Markt nur bestehen können, wenn sie einen Mehrwert gegenüber dem Internethandel und der grünen Wiese bieten können. Und hier kommt auch die Politik ins Spiel. Die Händler müssen zwar selbst Anreize schaffen, um die Kunden von der Couch zu sich zu locken, aber die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen und verhindern, dass den Gewerbetreibenden unnötig Steine in den Weg gelegt werden, die am Schluss zur Verwaisung der Innenstadt führen.

Hier gab es in den vergangenen Jahren Entwicklungen, die dringend korrigiert werden müssen und neue Ideen, die umgesetzt werden sollten. Meiner Meinung nach wären wichtige und vordringliche Maßnahmen:

1. Außengastronomie ermöglichen: Es darf nicht sein, dass die Verwaltung die Erstellung einer Satzung verschleppt und die Gastronomie im Regen stehen lässt. Freiburg hat einen mediterranen Flair und das zeigt sich auch darin, dass Menschen in der Sonne im Gespräch miteinander gerne eine Tasse Kaffee genießen. Das muss ermöglicht und nicht verhindert werden.

2. Erreichbarkeit sicherstellen: Eine Innenstadt muss mit allen Verkehrsträgern sicher, schnell und günstig erreichbar sein. Dazu gehört auch in Zukunft noch das Auto. Durch kontinuierliche Erhöhung der Parkgebühren (inzwischen bis zu 2,50 € pro Stunde) , mangelhafte Beschilderung, Verringerung von Parkflächen etc. wird es vielen Besuchern verleidet, die Innenstadt aufzusuchen. Hier muss gegengesteuert werden.

3. Verkaufsoffene Sonntage/Megasamstage/Events: Die Menschen erwarten heute von der Innenstadt neue Angebote, Ideen und Konzepte. Zum Beispiel hat sich gezeigt, dass die Megasamstage gerne angenommen werden, weil es viele genießen, einfach mal in Ruhe bis Mitternacht bummeln zu können. Zusätzlich sollte sich Freiburg auch nicht länger einigen wenigen verkaufsoffenen Sonntagen verschließen, die neuen Elan schaffen könnten. Ebenso ist es wichtig, kulturelle Veranstaltungen wie Feste, Konzerte oder Aufführungen zu unterstützen und nicht wie in der Vergangenheit bürokratisch zu verhindern. Denn wenn die Menschen in der Stadt auch etwas erleben können, was sie im Internet nicht haben, dann werden sie auch die Angebote in der Innenstadt nutzen.

4. Bettensteuer schnell wieder abschaffen: Über den Irrsinn der Bettensteuer wurde so viel berichtet, dass es sich eigentlich von selbst versteht, diese Steuer schnell wieder im Mülleimer verschwinden zu lassen.

5. Marketingkonzept: Freiburg lebt nicht zuletzt von seiner hohen Attraktivität für Touristen. Hier muss endlich ein Konzept entwickelt werden, wie Freiburg sich auch auf diesem hart umkämpften Tourismusmarkt behaupten kann und weiter als Publikumsmagnet für Menschen aus der ganzen Welt wirkt.

 

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