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Wieder da

Etwas unverhofft und am Ende auch überraschend schnell kehre ich nun nach dem Rücktritt unserer bisherigen Stadträte wieder in den Gemeinderat zurück und darf die FDP künftig zusammen mit Christoph Glück vertreten. Einerseits erfüllt es mich mit Freunde, dieses im wahrsten Sinne des Wortes „Ehrenamt“ wieder für Freiburg und die liberalen Geister ausfüllen zu dürfen, andererseits gehe ich auch aufgrund meiner Erfahrungen aus der ersten Amtszeit von 2009-2014 mit gehörigem Respekt an die Arbeit, die gerade für eine kleine Gruppierung eine riesige Herausforderung ist.

Merkel und Seehofer streiten um neue Flüchtlinge

Kurz nach der Einigung von Bundeskanzlerin Merkel und Bundesinnenminister Seehofer im Asylstreit sickerten nun pikante Details aus den internen Beratungen der beiden an die Öffentlichkeit. Demnach bestand der eigentliche Streitpunkt nicht in der Frage nach Zurückweisungen an der Grenze, sondern vielmehr in dem dramatischen Absinken der Flüchtlingszahlen. Erschüttert zeigte sich Seehofer über aktuelle Einschätzungen aus dem eigenen Haus. Seine Experten warnten, dass 2018 aus dem Flüchtlingsstrom ein Flüchtlingsrinnsal geworden und sogar zu befürchten sei, dass schon 2019 eine nicht mehr erwähnenswerte Anzahl an Neuankömmlingen an den Deutschen Grenzen auftauchen werde.

Warum Martin Horn eine Chance für Freiburg sein kann

Wer glaubt, dass das Rennen um die OB-Wahl schon entschieden sei, der irrt gewaltig. Der Herausforderer hat zwar einen wichtigen Punktsieg im ersten Wahlgang errungen, doch man darf keinesfalls die konservativen Kräfte unterschätzen, die jetzt aus ihrer behaglichen Schläfrigkeit geweckt worden sind und ihrerseits zur Mobilisierung rufen, um das Ruder nochmal rumzureißen. Selbst große Politikprominenz wird noch eilig angekarrt, um dem geschwächten Amtsinhaber zur Seite zu springen und Solidaritätsgesten zu überbringen, auf dass man dann doch noch im zweiten Wahlgang „richtig wählen“

Die FDP und das Kopftuchverbot für junge Frauen

Wenn der FDP Integrationsminister aus Nordrhein-Westfalen, Joachim Stamp, mit Unterstützung seines Parteichefs jungen muslimischen Frauen deren Freiheit per Gesetz durch ein Kopftuchverbot zwangsverodnen will, so lässt das aufhorchen und hinterlässt einige Fragezeichen. Denn Liberale sind normalerweise nicht bekannt dafür, dass sie primär auf staatliche Intervention als Garant für Freiheit setzen und sich in das Privatleben der Bevölkerung einmischen wollen.

In Zeiten, in denen Dampfplauderer wie der Stammtischhorst aus dem Innenministerium mit dümmlichen Pauschalurteilen – z.B. „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“

Abschied von meinem Vater

Geliebter Vater,

auch wenn du selbst diese Zeilen nicht mehr lesen kannst, so ist es mir dennoch wichtig, mich ein letztes Mal direkt an dich zu wenden. In unserer Familie ist die Leidenschaft seit Generationen groß, Worte und Emotionen zu Papier zu bringen, weil wir manches besser niederschreiben als aussprechen können. Oft haben wir über den berühmten „Brief an den Vater“ von Franz Kafka geredet, der uns beide tief bewegt hat. Ich habe nun allerdings das große Glück,

Die Erosion der Demokratie

Deutschland schwimmt im Geld und schafft es nicht, die überfällige Abschaffung des Soli einzuleiten. Deutschland will Hochtechnologieland sein und schafft es nicht, den Ausstieg aus einer veralteten und ineffizienten Art der Energieerzeugung voranzubringen. Und während arme Länder wie der Libanon drei Millionen Flüchtlinge und mehr aufnehmen, schafft es Deutschland nicht, einigen wenigen Flüchtlingen die Familienzusammenführung zu ermöglichen. 

Das ist am Ende die inhaltliche Botschaft der gescheiterten Sondierungsgespräche in Berlin. Uns geht es so gut, dass wir schon bei gerade zu lachhaften Kleinigkeiten keinen Konsens im politischen Berlin mehr zu finden bereit sind.

Lieber Mensch als Christ – Gedanken zum Reformationstag

Zum 500. Mal jähren sich nun die Feierlichkeiten zur Reformation, die 2017 sogar mit einem eigenen Feiertag geehrt wird. Für die meisten Menschen ist es eine willkommene Gelegenheit, einmal mehr als üblich dem Arbeitsalltag entfliehen zu dürfen. Für manche ist es aber auch ein Grund zur Nachdenklichkeit. Ich selbst habe die freien Tage genutzt, wieder etwas mehr in dem Werk von Martin Luther zu lesen, der ja schließlich Ausgangspunkt der Reformationsfeierlichkeiten ist. Bestärkt hat mich die Lektüre in dem Gedanken,

Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger aber doch reichlich primitiver Legenden. 

– Albert Einstein

Die Chancen einer Jamaika Koalition

Mit großer Spannung wird der Beginn der Verhandlungen über die Jamaika Koalition in Berlin erwartet. Angesichts jahrelanger politischer Uneinigkeit zwischen Grünen und FDP erscheint diese Verbindung für viele wie eine unüberwindbare Mauer. Doch bei näherem Hinsehen finden sich viele Berührungspunkte, die es jetzt zu nutzen gilt. Im Wahlkampf wird naturgemäß das betont, was die Parteien voneinander trennt. Umso interessanter ist es nun, herauszufinden, was sie miteinander verbindet. Sofern die beteiligten Personen es schaffen, ein Vertrauensverhältnis mit gegenseitigem Respekt aufzubauen, könnten erstaunliche neue Wege gefunden werden,

Mit Nationalismus spielt man nicht

Der Ausgang der Bundestagswahl und der große Erfolg der AfD dürften trotz der vielfach zur Schau gestellten Empörung niemanden wirklich überrascht haben. Lange vor den Wahlen in der BRD wurde schon in den USA ein Nationalist, der die Welt täglich mit seinen dümmlichen America first tweets beglückt, zum Präsidenten gewählt, in Großbritannien erstritten die Nationalisten die Abspaltung ihres Landes von der EU und in Polen, Ungarn und weiteren Ländern steht zu befürchten, dass man sich an die nationalistische Hetze der herrschenden Politiker regelrecht gewöhnt.

Der Weg zum eigenen Buch

Als Mittvierziger ein Buch schreiben zu wollen ist nichts besonderes, sondern vielmehr vorhersehbar. Die biologische Uhr gibt auch hier den Takt vor, denn von Jahr zu Jahr wächst das Verlangen, die eigene Selbstverwirklichung voranzutreiben und bleibendes zu schaffen. Für jemanden wie mich, der aus einer Familie voller Schreiberlinge stammt und der selbst examinierter -wenn auch ein etwas eingerosteter – Germanist ist, gehört ein Buch demnach zum Pflichtprogramm des Lebens. Dank unserer digitalisierten Welt hat sich aber der Prozess auf dem Weg zum eigenen Buch in den letzten Jahren stark verändert,

Warum Martin Luther keinen Feiertag verdient hat

Wer einmal durch diverse Buchläden in unseren Städten läuft und all die Bücher und Merchandising Artikel zu Martin Luther betrachtet, könnte auf die Idee kommen, dass Taylor Swift oder Justin Bieber Konkurrenz als Popstars bekommen haben. Denn Deutschland ist einem regelrechten Lutherwahn verfallen. Obwohl weniger als ein Drittel der Gesellschaft – und das sogar vermutlich meist nur auf dem Papier – mit der Konfession etwas zu tun haben, die aus dem Wirken dieses Herrn entstanden ist, wurden wir alle anlässlich des 500.

Kleines Lebenszeichen

In den letzten zwei Jahren ist es etwas still geworden auf meinem Blog. Nachdem ich mein politisches Engagement stark reduziert habe und derzeit „nur“ noch im Verwaltungsrat der Reinhold-Maier-Stiftung und als Regionalrat tätig bin, habe ich mich mehr auf meine berufliche Arbeit konzentriert und dort auch auf Verbandsebene im Jahr 2017 viele neue Erfahrungen sammeln dürfen. Es war mir zum Beispiel eine große Freude und Ehre, erstmalig als Experte im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags gehört zu werden, als es um die Verabschiedung des neuen Fahrlehrergesetzes ging.

Drei Feiertage für die Menschen

Einen Ausflug mit der Familie machen, einem Hobby nachgehen oder einfach nur die Seele baumeln lassen, es gibt viele Möglichkeiten, einen Feiertag sinnvoll für sich zu nutzen. Die meisten Menschen dürften solche Tage dabei genießen, ohne sich näher mit dem Hintergrund zu beschäftigen, ganz nach dem Motto ‚Hauptsache frei‘. Doch das heutige  Feiertagswesen scheint bei näherer Betrachtung aus der Zeit gefallen zu sein und könnte eine Reform vertragen, die es an die geänderten Rahmenbedingungen einer modernen und pluralistischen Gesellschaft anpasst. 

Köln und die schleichende Trumpisierung

Wenn Donald Trump in die amerikanischen Fernsehkameras poltert und pöbelt, fragt sich der geneigte Zuschauer manchmal fassungslos, wie ein derart verwirrter politischer Geist in einer solchen Nation salonfähig sein und als Präsidentschaftskandidat in Betracht kommen kann. Doch auch der Blick nach Deutschland zeigt, dass wir vor solchen Tendenzen nicht gefeit sind. Die Ereignisse in Köln sind Zeugnis dafür, wie leicht Politik und Medien der Versuchung erliegen können, in emotional aufgeheizter Stimmung bedenkenlos an den Grundfesten unserer Republik zu rütteln.

So überbieten sich seit Tagen Politiker fast aller Couleur leichtfertig in immer drastischeren Forderungen nach Verschärfung der Gesetze,

Über den Nutzen und die Ethik autonomer Fahrzeuge

Seit der Erfindung des Rades ist der Mensch darum bemüht, den Transport von sich und seinen Waren über große Distanzen möglichst effizient, schnell und komfortabel zu bewerkstelligen. Jahrhundertelang waren dabei kaum nennenswerte Entwicklungen zu vermelden, bis mit der Erfindung der Dampfmaschine (Züge), des Automobils sowie der Luftfahrtechnik ein ungeahntes Maß an Transporttätigkeit auf dem ganzen Planeten eingesetzt hat. Neben den Errungenschaften in der Medizin, der einsetzenden Demokratisierung oder den Fortschritten in der Kommunikation gehört die Mobilität zweifelsohne zu den tragenden Säulen einer prosperierenden Gesellschaft.